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http://www.breitkopf.com/featureDetail.php?language=de&asgId=14518&feaId=4459
Buxtehude(?): Neun freut euch, lieben Christen gmein
Choralfantasie - Breitkopf Urtext hrsg. von Pieter Dirksen
Erstdruck mit zusätzlicher Fassung in G-dur
Die
Choralfantasie stand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im
norddeutschen Raum hoch im Kurs und galt bei den Organisten als
kunstvollste Instrumentalgattung überhaupt, da sie die
Choralbearbeitung mit der kontrapunktischen Fantasie vereinigte. Wer in
Norddeutschland etwas auf sich hielt, schrieb diese Werke für den
eigenen Wirkungsbereich nach den Möglichkeiten der jeweiligen großen
Orgel an der Stadtkirche, um sich als Komponist und Interpret
gleichermaßen zu beweisen. Pieter Dirksen entdeckte die ohne
Autorennamen überlieferte Choralfantasie „Nun freut euch, lieben
Christen gmein“ in der Lüneburger Ratsbücherei. Dirksen vermutet, dass
als Komponist vor allem Dieterich Buxtehude an seinem zweiten
Wirkungsort in Helsingør (1660–1668) in Frage kommt. Natürlich
untermauert der Herausgeber seine Zuschreibung mit stilistischen und
organologischen Argumenten. Und auch für die anonyme Überlieferung
liefert Dirksen eine überzeugende Erklärung: Der junge Buxtehude war,
als sein Werk in die Lüneburger Tabulatur aufgenommen wurde, einfach
noch nicht bekannt genug.